Unterwegs auf schmalen Strassen

Port Hardy begrüsste uns, mit einem Wolken verhangenen Himmel und milden Temperaturen. Durch die dichte Wolkendecke, blickten jedoch schon bald einige Sonnenstrahlen und wärmten uns auf. Als Erstes besuchten wir, wie so oft in Kanada, das „Visitor-Info“ und fanden endlich auch einen Bike-Shop der geöffnet hatte. Nach einem Spaziergang durch die Stadt besänftigten wir unsere knurrenden Mägen. Wir genossen noch zwei kühle aber schöne Tage in Port Hardy bevor es dann weiter Richtung Campbell River losging.

Der Anfang war ziemlich flach. Doch beim „Abend-Berg“ merkten wir, dass beim Velo von Nathalie etwas nicht mehr stimmte. Obwohl wir zwei neue Ketten montiert hatten, schaltete das Velo in den höchsten Gängen sehr schlecht… Zum Glück hatte es in Port McNeill einen kleinen Campground und auf dem Weg dorthin gleich einen Bike-Shop. Da erfuhren wir dann auch, dass ihr Velo eine um vier Glieder kürzere Kette hat. Da es Abend war und wir hungrig und keine Lust auf schwarze Hände verspürten, liessen wir die Kette gleich hier kürzen.

Der nördliche Teil der Insel ist bis Campbell River nicht sehr abwechslungsreich. Links und rechts der Strasse Wald, oben blauer oder grauer Himmel. So kam es, dass wir früher als geplant die Hälfte der Insel hinter uns hatten. So genossen wir einen traumhaften, heissen Tag auf Quadra Island, einer kleinen, landschaftlich aber sehr schönen Insel vor Vancouver Island. Von dort ging es weiter nach Comox, wo wir wieder einmal vorzüglich bekocht wurden! Danke Jessie & Jack! Da wir genügend Zeit haben, lernten wir von den beiden das Kayakfahren. Wir sind so begeistert davon, dass es sicher nicht das letzte Mal war.

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Den Holzskulpturen-Schnitz-Wettbewerb haben wir leider um ein paar Tage verpasst, bestaunen durften wir die genialen Kunstwerke aber doch noch. Weiter ging es in Richtung Croften, wo wir die Fähre nach Salt Spring Island nahmen. In Ganges genossen wir die kleinen Cafés und die warme Sonne am Hafen. Auf dem Provincial Campground am südlichen Ende hatten wir einen traumhaften Ausblick auf die vielen kleinen Inseln. Von da aus reisten wir weiter nach Galiano Island, wo wir einen Campground in einer Bucht mit unbeschreiblichem Sonnenuntergang fanden.

Von Swartz Bay aus folgten wir dem Cowichan Valley Trail. Der Trail folgt alten Eisenbahnschienen. Somit hatten wir heute ein ziemlich flaches Stück. Dafür war der Trail zum Teil nur ein kleiner Pfad. Weiter ging es nach Port Renfrew auf einer alten, aber mittlerweile geteerten Logging-Route. Das Stück zwischen Port Renfrew und Sooke war ziemlich schmal und zum Teil vom Verkehr her nicht gerade angenehm zum Fahren. Dafür wurden wir immer wieder mit wunderbaren Aussichten belohnt. Von Sooke aus folgten wir dem Galloping Goose Trail, wieder ein Trail auf alten Gleisen. Dieser führte uns direkt nach Downtown Victoria, wo wir ein paar Tage mit Sightseeing verbringen, bevor wir dann die Fähre nach Port Angeles (USA) nehmen.